Rehaklinik

Tageslosung & Lehrtext

für Donnerstag, 21. September 2017
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Therapie mit Hunden & Pferden

Die Therapie mit Pferden und Hunden fördert den Abbau von Ängsten und den Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl.

Therapie mit Pferden

Bei der Therapie mit Pferden nehmen maximal zwei bis vier Patienten gleichzeitig unter Anleitung einer entsprechend ausgebildeten psychologischen Psychotherapeutin teil.

Bei dieser Therapie werden in Absprache mit dem zuständigen Psychotherapeuten vor allem

- Kontakt- und Beziehungsaufnahme und –gestaltung
- Selbstvertrauen, Aktivität und Initiative
- Überwinden von Unsicherheiten und Ängsten
- Wahrnehmungsfähigkeit und Empathie
- Körpergefühl und Körpersprache
- Loslassen können und Entspannung

geübt und trainiert.

In einem langsamen Prozess wird der einzelne Patient an den Umgang mit dem Pferd heran geführt, übt seine Schritte nach individueller Entwicklung und wertet diese mit Hilfe der Psychotherapeutin und dem zuständigen Psychotherapeuten aus. Dieses Angebot wird in die Gesamttherapie des einzelnen Patienten integriert.

Therapie mit Hunden

Die Therapie mit Hunden wird von einer Mitarbeiterin durchgeführt, die über den Verein „Therapiehunde Schweiz“, als eine der wenigen Fachorganisationen Europas, welche eine bewährte, angepasste und reglementierte Ausbildung anbietet, zertifiziert ist. Ein Therapiebegleithund kann die Funktion eines „Eisbrechers“ und „Brückenbauers“ haben. Er ist besonders geeignet, da Hunde ähnliche soziale Strukturen und Bedürfnisse wie wir Menschen haben. Sie sind einfühlsam, anpassungsfähig, suchen Kontakt, sind unvoreingenommen von Aussehen und Status einer Person. Sie kommunizieren durch Mimik und Körpersprache, genießen gemeinsame Aktivitäten und fordern aber auch zur Kontaktaufnahme auf.

Die therapeutische Arbeit mit dem Hund erfolgt zur Unterstützung der Psychotherapie bei folgenden problematischen Verhaltensweisen:

- Rückzugsverhalten, Neigung zu Isolation und Einzelgängertum, Antriebsreduktion, Anhedoni
- Angstbedingte Sprechprobleme (sozial phobische Verhaltensweisen), Mangel an sozialer Kompetenz
- Tendenz zur Selbstverletzung (auch durch Alkoholkonsum)
- Tendenz zum fremdaggressiven Verhalten